Panama Papers, Paradise Papers: Die Steuertricks einer reichen und superreichen Clique


Die Globalisierung der Finanzmärkte hat dazu geführt, dass riesige Kapitalmengen ohne jegliche Kontrollen rund um den Globus transferiert werden können. Dieser freie Kapitalverkehr ermöglicht Steuerflucht in bisher ungekanntem Ausmaß. Konzerne verlagern einfach ihre Gewinne über Briefkastenfirmen und komplizierte Rechtskonstruktionen in Steueroasen des Auslands, und umgehen so die Besteuerung ihrer Gewinne.

Die Panama Papers halten die Welt mit einer Unmenge brisanter Datensätze mit Internas aus der schönen Steueroase Panama in Atem. Das tatsächlich weltweit existierende Netzwerk organisierter Steuerhinterziehung  dessen sich eine reiche und superreiche Clique für ihre Steuertricks bedient, ist damit aber nicht enttarnt und schon gar nicht aufgeflogen.

Jetzt haben sich wieder Journalisten weltweit durch E-Mails, Daten und Akten gegraben, um die Steuertricks einer Paralellgesellschaft zu enttarnen. Das Ergebnis: Die Paradise Papers.

Dass der Finanzminister ein Journalistennetzwerk  benötigt um den asozialen Tatbestand der Verschleierung von Vermögen durch Briefkastenfirmen an das Tageslicht zu bringen, ist schon mehr als peinlich.

  • Kann Europas größte Volkswirtschaft nicht selbst so viel Druck erzeugen, damit das Steueroasen-Unwesen beendet wird?

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über einen der Marktführer für Offshore-Geschäfte.  Demnach macht  Appleby mit 470 Mitarbeitern 100 Millionen Dollar Jahresumsatz. Büros sollen, so die SZ in nahezu allen wichtigen Steueroasen unterhakten werden.

„Die Liste der Kunden ist erlesen“, schreibt die Süddeutsche Zeitung. In Deutschland sollen die Spuren zu rund tausend Kunden führen, Begünstigten oder sons twie Involvierten – ohne dass sich damit automatisch rechtliches Fehlverhalten verbinden würde. Unter den Offshore-Nutzern sind Milliardäre, Adelige, Unternehmer, Erben, Investoren, verurteilte Betrüger und ehemalige Politiker, etwa der frühere Bundeskanzler. Das sind die deutschen Fälle in den Paradise PapersGerhard Schröder, aber auch Firmen wie Sixt, die Deutsche Post oder die Hotelkette Meininger, Siemens, Allianz, Bayer oder die Deutsche Bank. Die SZ veröffentlicht jene Fälle, in denen ein besonderes öffentliches Interesse offenkundig ist.“

Dass viele Konzerne und  Reiche und Mächtige schon immer Gelder in Steueroasen versteckt haben, ist bekannt und eigentlich keine sensationelle Neuigkeit.

Das Zeitalter teilweise rigider Sparmaßnahmen und die drohende Altersarmut von der bald jeder zweite Bürger betroffen sein wird macht diese Nachrichten zum weltweiten Skandal!

Vor diesem Hintergrund erscheint es nun dringend notwendig ein Verbot auf den Weg zu bringen oder zumindest ein öffentliches Register für „Briefkastenfirmen“ einzuführen um eventuellen Steuerhinterziehern habhaft werden zu können.

Die Politik begünstigt mit einem von ihr selbst geschaffenen chaotischen Steuerrecht, Netzwerke aus Banken, Anwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern und hilft beim Schaffen komplexer und undurchsichtiger Finanzstrukturen, die Transparenz vermindern und Steuerflucht ermöglichen.  Auf der anderen Seite will die Politik ihre Wähler glauben machen, Wirtschafswachstum herbeiführen zu können  indem sie das soziale System bis zur Unkenntlichkeit beschneidet und die schwächsten unserer Gesellschaft, die Arbeitslosen  als   Faulenzer und Leistungserschleicher diskriminiert. Bei dem BSZ Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V. stell man die Frage: „Ist das moralisch? Sind das die Reformen die unser Land wieder nach vorne bringen und für ein besseres soziales Klima sorgen?“

Der eigentliche Skandal aber ist, dass diese Steuervermeidung auch noch legal ist!

  • Sowohl die Parteien als auch die Regierung scheinen gerne zu vergessen, dass zumindest in der Vergangenheit (oder noch heute?) auch den Parteien die Diskretion der Steueroasen recht willkommen war. Offensichtlich will man davon jetzt nichts mehr wissen, nachdem dieses Geheimnis keines mehr ist. Wenn sich der Staat schon unsauberer Methoden bedient, wie will er dann von seinen eigenen Bürgern ein moralisch einwandfreies Verhalten einfordern.

Gerade wegen den moralischen Auswirkungen dieser Vorgehensweise sollte man zurückhaltender sein, bevor nun eine öffentliche Treibjagd auf die diejenigen erfolgt, welche die vom Staat selbst konstruierten Möglichkeiten der Steuerreduzierung oder Vermeidung auch tatsächlich wahrnehmen.

Umgekehrt können ausländische Firmen und Privatpersonen aber auch Deutschland als Steueroase nutzen.

Niemand fragt hier nach der Herkunft des Geldes. Wer außerhalb von Euroraum und außerhalb der EU-Länder seinen Wohnsitz hat, den fragt hier so gut wie niemand, woher er sein Geld hat und ob er im eigenen Namen handelt. Organisiert wird die Steuerflucht von Banken, Rechtsanwälten und Steuerberatern. All das ist nicht neu, aber nimmt im Zuge der Globalisierung verhängnisvolle Ausmaße an. Mindestens 21 Billionen Dollar lagern in Steueroasen. Die Minderreinnahmen durch Steuerhinterziehung und -Vermeidung wird auf eine Billion Euro jährlich geschätzt.

Deutschland steht es sicher nicht zu mit dem Finger auf andere zu zeigen, so lange keine Maßnahmen gegen die Steueroasen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft ergriffen werden. Direkt vor unserer „Haustür“ wird „steuerneutrales“ Geld von deutschen Kunden gerne verwaltet. Besonders beliebt sind, Österreich, Luxemburg Liechtenstein und die Isle of Man.  Wobei deutsche Banken auch in Deutschland ähnliche „Dienstleistungen“ anbieten.

Als unrühmliches Alleinstellungsmerkmal weltweit glänzt Deutschland mit einem unregulierten grauen Kapitalmarkt von dem der organisierte Finanzbetrug profitiert und der Deutsche Kleinanleger seine Altervorsorge versenkt.

Die Profiteure der „Steueroptimierung“, große Unternehmen und vermögende Privatpersonen, entziehen sich einfach ihrer Verpflichtung, mit Steuern ihren Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Mit Hilfe der Regierung verlagern sie die Steuerlast auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie kleine und mittelständische Unternehmen. Die Regierung behauptet, das Steueraufkommen sei zu niedrig, um soziale Gerechtigkeit durch gute öffentliche Güter und Dienstleistungen zu gewährleisten. Privatisierung und Streichung von Sozialausgaben werden als die einzig mögliche Lösung propagiert.

Diese Entwicklungen gefährden Demokratie und Entwicklung.

Unter Den Steueroasen leiden nicht nur die Länder, denen Steuereinnahmen entgehen. Durch die Tolerierung der Steuerhinterziehung wird auch der Kampf gegen Geldwäscherei, organisiertes Verbrechen und internationalen Terrorismus erschwert.

Wer Probleme mit Aktienkäufen im Ausland hat ist meist auch Opfer einer Briefkastenfirma geworden. Hier kann der BSZ e.V. auch  durch spezialisierte Rechtsanwälte helfen. Betroffene können sich hier der BSZ e.V. Interessengemeinschaft „Anlage im Ausland“ anschließen.

Auch Sie wollen Ihre rechtlichen (auch steuerrechtlichen)  Möglichkeiten professionell durch BSZ® e.V. Vertrauensanwälte überprüfen lassen und sich auch auf den letzten Stand der Dinge bringen lassen?

Für die kostenlose Erstberatung durch mit dem BSZ e.V. verbundene Vertrauensanwälte vermittelt der BSZ e.V. seinen Fördermitgliedern bereits seit dem Jahr 1998 entsprechende Anwälte. Sie können gerne Fördermitglied des BSZ e.V. werden und sich kostenlos einer  BSZ e.V. Interessengemeinschaft anschließen.

Ein Antrag zur Aufnahme in  eine  BSZ e.V. Interessengemeinschaft kann kostenlos und unverbindlich mittels Online-Kontaktformular, Mail, Fax oder auch per Briefpost bei dem BSZ e.V. angefordert werden

Direkter Link zum Kontaktformular:

BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V.

Groß-Zimmerner-Str. 36a

64807 Dieburg

Telefon: 06071-9816810

Telefax: 06071-9816829

E-Mail:  bsz-ev@t-online.de

Internet: http://www.fachanwalt-hotline.eu      http://www.anwalts-toplisten.de

Rechtshinweis

Der BSZ® e.V. sorgt mit der Veröffentlichung und Verbreitung aktueller Anlegerschutz Nachrichten seit 1998 für aktiven Anlegerschutz. Der BSZ e.V. sammelt und veröffentlicht entsprechende Informationen die über das Internet jedermann kostenlos zur Verfügung stehen. Rechtsberatung wird vom BSZ e.V. nicht durchgeführt. Fördermitglieder des BSZ e.V. können eine erste rechtliche Einschätzung kostenlos durch BSZ e.V. Vertragsanwälte vornehmen lassen.

Für Unternehmen die in unseren Berichten erwähnt werden und glauben, dass ein geschilderter Sachverhalt unrichtig sei, veröffentlichen wir gerne eine entsprechende Gegendarstellung. Damit wird gezeigt, dass hier aktiver Anlegerschutz betrieben wird.

“RECHT § BILLIG“ DER NEWSLETTER DES BSZ E.V. JETZT ABO SICHERN.

Anmeldung zum Newsletter

 

 

 

 

 

Advertisements